Jahrestag 3. Juni – Wie der große Brand vor 482 Jahren ganz Segeberg vernichtete


Im Mai 1534 herrschte eine Grafenfehde zwischen der Hansestadt Lübeck und den Holsteiner Grafen.
Es wurden sieben Wagen mit Handelsgütern von dem Weg aus Hamburg entführt und auf die Segeberger Siegesburg gebracht.
Am 27. Mai 1534 erreichte der Hauptmann Marcus Meyer mit einer handvoll Schießgesellen Segeberg, die bereits Trittau
und Reinbek gebrandschatzt hatten, und belagerten die Siegesburg. Die Bevölkerung flüchtete in die Burg oder in die
nahen Wälder um Segeberg herum.


Die holsteinischen Grafen stellten umgehend ein Ersatzherr unter Führung von Johann Rantzau auf,
der die Lübecker am 3. Juni alleine nur das Herannahen des Heeres zur Aufgabe zwang.
Bevor Meyer mit seinen Truppen Segeberg verlies, zerstörte er die Kirche, das Kloster und setzte die menschenleere Stadt in Brand.
Das Feuer, erstmal gelegt, sprang von Haus zu Haus. Baumaterialien wie Holz und Stroh geben dem Feuer reichlich Nahrung.
Auch das Rathaus wurde Opfer der Flammen und so auch alle Urkunden, Ratsbücher und das Siegel.
Unwiderbringliche Zeugnisse der Geschichte waren vernichtet. Die Lübecker ließen nur ein rauchendes Trümmerfeld zurück.
Das holsteinische Heer fand bei ihrem Eintreffen in Segeberg nur noch drei und in Gieschenhagen nur noch 2 Häuser vor.
Die Einwohner waren heimatlos geworden. Alles andere war in Rauch aufgegangen. Es dauert Jahre Segeberg wieder aufzubauen.
Das heutige Heimatmuseum stammt aus dieser Aufbauzeit Anno 1541.

Der zweite große Segeberger Brand wurde im Jahre 1644 protokolliert.
Knapp 100 Jahre später brannten die Schweden im 30 jährigen Krieg 1644 die Siegesburg nieder und zerstörten diese völlig.




Quellen : Nils Hinrichsen, Heimatmuseum / Bild: Malte Dose, Segeberger Maler