Grillen ohne Brandbeschleuniger

 

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. warnt vor Grillen mit Brandbeschleunigern

Sicher Grillen ohne Brandbeschleuniger

Hamburg, 07. Mai 2013:

Die Grillsaison hat begonnen und damit leider auch die Zeit der Grillunfälle mit Brandbeschleunigern.
Damit das Grillvergnügen nicht zum flammenden Inferno wird, gibt Paulinchen (Initiative für brandverletzte Kinder e.V.) Tipps zum sicheren Grillen.
Jährlich geschehen allein in Deutschland ca. 4000 Grillunfälle durch die Verwendung von Brandbeschleunigern.
„Die Gefahr, die von Brandbeschleunigern ausgeht, wird immer noch viel zu häufig unterschätzt.
Gefährliche Verpuffungen mit meterhohen Flammenwänden, ebenso wie Rückzündungen sind die Folge, wenn man Spiritus oder andere Brandbeschleuniger
auf zu langsam brennende Grillholzkohle gießt “, berichtet Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen e.V.
„Ein Grillunfall mit Brandbeschleunigern wie Spiritus ist zu hundert Prozent vermeidbar!“
„Schwerste Brandverletzungen sind die Folgen dieser Unfälle mit Brandbeschleunigern.
Die Behandlung geht über viele Jahre“, weiß Dr. Mechthild Sinnig, Kinderchirurgin am Kinderkrankenhaus „Auf der Bult“ in Hannover und Spezialistin
für die Behandlung von brandverletzten Kindern. „Diese Unfälle traumatisieren die ganze Familie. Die Kinder tragen lebenslange Narben davon.“

Tipps zum sicheren Grillen:

•   Grillgeräte kippsicher im Windschatten und in sicherer Entfernung von anderen brennbaren Materialien aufstellen
•   nur feste Grillanzünder aus dem Fachhandel verwenden
•   niemals Spiritus oder andere Brandbeschleunigern verwenden, weder zum Anzünden noch zum Nachschütten auf zu langsam brennende Grillholzkohle
•   den Grill nicht unbeaufsichtigt lassen
•   den Grill nicht von Kindern bedienen oder anzünden lassen
•   Kinder dürfen nicht in Reichweite des Grills spielen ‐ Sicherheitsabstand von mindestens 2 bis 3 Metern
•   Grillfeuer und die Glut nach dem Grillen vollständig löschen und auskühlen lassen, dabei nicht unbeaufsichtigt lassen
•   Heiße Grillglut nicht im Sand am Strand oder in der Erde vergraben; die Glut bleibt viele Stunden glühend heiß;
    es besteht die Gefahr von schweren Verbrennungen, wenn jemand in diese unsichtbaren Glutnester tritt.
•   einen Kübel mit Sand, Feuerlöscher oder Löschdecke zum Löschen des Grillfeuers bereithalten
•   brennendes Fett niemals mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen
•   nicht in geschlossenen Räumen grillen und den Grill niemals zum Auskühlen ins Zimmer/in die Wohnung stellen
    ‐ Es besteht Vergiftungsgefahr!

Wichtigste Erste-Hilfaßnahme bei Verbrennungen:

Die verbrannten Stellen sofort für 10 bis 15 Minuten mit Wasser (nicht kälter als 20°C) kühlen und den Notarzt rufen, beziehungsweise bei
kleineren Verletzungen den Arzt aufsuchen.

Seit 2005 Jahren warnt Paulinchen e.V. mit der Kampagne „Sicher grillen ohne Spiritus“, die ein Plakat, Anzeigen und
Helfen Sie mit diese folgenschweren Unfälle zu verhindern, indem Sie die (Füll‐) Anzeige einen TV‐Spot umfasst.
schalten, das Plakat beilegen, den TV/Kino‐Spot zeigen oder über das Thema berichten.
Die Druckdaten für das Kampagnenmotiv und den Spot können Sie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anfordern.

Paulinchen ‐ Initiative für brandverletzte Kinder e.V.:
Paulinchen e.V. berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall.
Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, so dass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt.

Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen.
Mit verschiedenen Präventionskampagnen warnt Paulinchen e.V. vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten und Flächen,
sowie Feuer, Strom und Säuren.

Pressekontakt:
Paulinchen e.V.
Adelheid Gottwald
Tel.: 02102 135739
FAX: 02102 135738
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.paulinchen.de

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